DING des Monats
September 2008:
Werbefigur Michelin-Männchen "Bibendum"
![]() |
 |
|
![]() |
|
Werbefigur Michelin-Männchen "Bibendum" |
|
![]() |
So ansprechend kann eine
Marke sein. Seit 1898 erfreut uns das Michelin-Männchen in den verschiedensten
Variationen. Man kennt es entweder von den Reifen oder auch von den
Straßenkarten und Reiseführern. Sein offizieller Name ist übrigens Bibendum,
dennoch wird meist der Kosename Michelin-Männchen vorgezogen.
Und so ist es entstanden:
Ein Stapel weiß verpackter Autoreifen erinnerten den Firmengründer an eine
Figur, kurz darauf erblickte das Michelin-Männchen die Welt. Anfangs erschien es
in einer etwas speckigeren Form mit 40 Reifen. Inzwischen ist es der Mode auf
der Suche nach dem Idealgewicht gefolgt, weist aber immer noch stolze 26 Reifen
auf.
Womöglich ist es aber
gerade der Reifenumfang, der, neben der treuherzigen Gestik, stets die
Sympathien weckt. Die abstrakte Marke wird zu einer Persönlichkeit, die
emotional ein breites Publikum anspricht.
Im Werkbundarchiv - Museum
der Dinge ist dem Michelin-Männchen ein ganz besonderer Platz gewährt; stolz
sitzt es auf der ersten Vitrine und blickt von oben einladend den Besuchern
entgegen. Dieser Platz erinnert übrigens an seine ursprüngliche Funktion: Als
Leuchtfigur war es an den Lastwagen angebracht und hatte so den vollen
Überblick über die Straße. Text: Elisabeth Bracun, Studierende des Studiengangs Ausstellungs- und Museumsdesign an der FH Joanneum Graz
Ding des Monats - Archiv
|